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Fit in den Frühling 2010

Ein Lauftreff für Anfänger beim TV-Konstanz! Am 16.April startet ein 3 monatiger Kurs für Jogginganfänger. Willkommen sind alle Menschen, die es einmal mit dem Joggen versuchen wollen oder die schon das eine oder andere Mal gelaufen sind. Begonnen wird mit kleinen Laufintervallen ab ca. 400 m. Ziel des Kurses ist es, 30 bis 40 Minuten am Stück laufen zu können. Gelaufen wird unter dem Motto "Small Talk Jogging", d.h. nur so schnell, dass man sich nebenbei noch unterhalten kann. Ergänzend zum Laufprogramm findet immer dienstags eine spezielle Kräftigungsgymnastik unter Anleitung eines Physiotherapeuten statt. Treffpunkt: Freitag, den 16. April um 18.00 Uhr auf dem Schänzlesportplatz.

Fit für den Altstadtlauf ?

2004 führten wir zum ersten Mal das Trainingsprogramm "Fit für den Altstadtlauf" durch. Die Begeisterung der Teilnehmer war uns Motivation für weitere Folgeprogramme. Zurzeit bieten wir in regelmäßigen Abständen Einführungsprogramme für Laufanfänger durch. Informationen erhalten Sie bei Jürgen Hillgruber: 07531/52586.
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Eindrücke aus vergangenen Jahren

Fit für den Altstadtlauf ?

Kommentar von Daniel Widmaier

Von 0 auf 8.140m in 6 Monaten. Wird man mich als jahrzehntelangen Laufabstinenzler dazu bringen? Warum mühsam zu Fuß fortbewegen, wenn es doch viel weniger anstrengende Fortbewegungsmittel gibt? Kompetenz en masse hat das Organisationsteam Altstadtlauf 2005 des TV Konstanz um Joachim Heydgen mobilisiert, um uns fit zu machen. Eine beeindruckende Zahl von Meistertitelträgern diverser Disziplinen, dazu Physiotherapeuten, Mediziner, Ernährungswissenschaftler nehmen sich unser an.

Wir sind eine etwa 60-köpfige Truppe von Frauen und Männern, eine Mischung so vielfältig wie eine Passantengruppe Samstagmittag in der Fußgängerzone: Alt und jung, groß und klein, breit und schmal. Einig sind wir uns darin, am 23. Oktober fit sein zu wollen, fit für 8.140m durch die Konstanzer Altstadt.

Zunächst bescheren wir dem Konstanzer Sportartikelhandel eine kleine Sonderkonjunktur. Laufschuhe müssen her, und ein gutes Paar kostet schnell über 100 Euro. Andererseits: Wenn das der einzige teure Ausrüstungsgegenstand bleibt, ist Laufen ein relativ preiswerter Sport. Platzmieten oder Beiträge fallen nicht an, das Betätigungsfeld kann im Grunde vor jeder Haustüre liegen.

Anfangs lassen wir´s langsam angehen: 7 mal 2 Minuten Lauf, dazwischen jeweils 2 Minuten Pause.Das überfordert niemanden und macht daher Sinn, getreu dem Motto: "Am Anfang nicht übertreiben." Deutlich spüre ich vor allem nach der wöchentlichen zusätzlichen Gymnastik, welche Muskelpartien im Alltag vernachlässigt werden. Nach 7 Wochen sind wir bei 4 mal 6 Minuten Lauf mit nur noch einminütiger Pause angelangt. Schön zu sehen, was meine alten Knochen noch hergeben.

Fit für den Altstadtlauf? Das könnte was werden.

Konstanz, den 26.05.2005

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Hobbyläufer im Laufolymp

Kommentar von Daniel Widmaier

Training mit einem Olympiasieger: Davon träumt wohl jeder Sportler. Der TV Konstanz machte es für uns Hobbyläufer möglich. Persönlich war ich sehr gespannt auf Dieter Baumann, Goldmedaillengewinner über 5000m bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. Wie würde er sich präsentieren: Abgehoben oder bodenständig, olympisch oder irdisch?

An einem der bisher heißesten Sommernachmittage steht er dann auf dem Schänzle-Sportplatz vor uns, besser unter uns. Weit und breit keine Bodyguards zu sehen. Irgendwie ganz normal, denken wohl alle. Nicht so groß wie ich erwartet hatte, schlanker, drahtiger Typ. Der leichte Tübinger Akzent kommt sympathisch rüber, ein paar kleine Witzchen zur Auflockerung und schon ist die Distanz überbrückt.

Nein, er sei nie ein Freund von Aufwärmübungen gewesen - zeigt uns aber doch seine zwei Favoriten. Dann geht´s ins Gelände. Die Ambitionierten unter uns folgen Baumann im gemäßigten Trainingstempo bis Gottlieben. Unterwegs bleiben genug Zeit und Luft für ein Schwätzchen oder Fragen an unseren berühmten Schrittmacher.

Ab 20 Uhr spricht Dieter Baumann in der großen neuen Schänzle-Sporthalle. Warum es nicht gelingt, die Halle erträglich zu temperieren, ist mir ein Rätsel. Hier wäre eine Klimaanlage eine sinnvolle Investition gewesen. Sport treiben kann man bei dem Treibhausklima kaum. Die im gekonnten Showprogramm auftretenden TVler können einem fast Leid tun.

Dieter Baumann ficht das tropische Klima nicht an. Er sucht und findet problemlos den Kontakt zum etwa 200-köpfigen Publikum. Irgendwie haben wir bald alle das Gefühl, dass in jedem von uns ein potentieller Olympiasieger steckt. Baumann ist ein lebendiger Erzähler, der die Anekdoten geschickt zu einer zusammenhängenden Sportlerkarriere zusammenfügt und seine Pointen gekonnt setzt. Zwischendrin hat er etwas von einem Motivationstrainer, ohne damit zu nerven. Spannend wie er seine wichtigsten Rennen, Höhe- und Tiefpunkte seiner Laufbahn rekapituliert. Szenenapplaus erhält er für die Videos seiner Siegläufe.

Am Ende bleibt mir als Kernaussage aus Dieter Baumanns Vortrag vor allem eins: Jeder Läufer, auf welchem Niveau auch immer er sich bewegt, sollte sich realistische Ziele setzen. Für mich und die "Fit-für-den-Altstadtlauf"-Gruppe sind das erstmal 8.140m Oktober. Den Olympiasieg habe ich bis auf weiteres aufgeschoben. Im Anschluss an seinen Vortrag signiert Baumann noch Autogrammkarten und Bücher. Auch hier bleibt er ein Star zum Anfassen. Die Getränke fließen in Strömen, hilfreiche TV-Geister servieren Brötchen und Kuchen. Alles in allem ein rundum gelungener und wohlorganisierter Nachmittag und Abend, der noch mehr Besucher verdient hätte.

Konstanz, den 11.07.2005

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Labyrinth des Joggens

Kommentar von Daniel Widmaier

Irgendwie habe ich es schon immer geahnt: Nahrung in Pillenform kann nicht gesünder sein als das, was wir im Ideal- oder sogar Normalfall täglich auf dem Teller haben. Offensichtlich ist unser Vertrauen in die eigenen Ernährungsgewohnheiten jedoch so gering ausgeprägt, dass Millionen von Menschen zu überflüssigen und teuren "Nahrungsergänzungsmitteln" aus der Retorte greifen.

Dabei ist es auch für sportlich überdurchschnittlich Aktive gar nicht so schwierig: Monika Fassl, Ökotrophologin der AOK Konstanz, beriet uns "Fit für den Altstadtlauf" - Teilnehmer ausführlich zum Thema "Gesunde Ernährung". Abwechslungsreich, überwiegend pflanzlich und fettarm soll sie sein. Und vor allem soll Essen Spaß machen - so die Quintessenz aus Monika Fassls Referat.

Gut informiert, ausgeglichen und komplett ernährt laufen wir dann noch mal so locker und schnell. Der Lorettowald stellt sich für mich Unkundigen als wahres Labyrinth des Joggens heraus. Irgendwo gibt es immer noch einen Schleichweg, aus dem plötzlich ein Läufer oder gleich eine ganze Gruppe auftaucht. Und alle paar Minuten kreuzen wir wieder einen Weg, den wir eben erst entlanggelaufen sind.

Der Wald hat im Vergleich zu den Stadionrunden seine Tücken. Zum einen geht´s hier abschnittweise richtig bergauf, wenn auch die Höhendifferenz nur wenige Meter betragen dürfte. Da ich jedoch nach 30-35 Minuten (davon 15 sehr schnellen, so unser derzeitiger Trainingsstand nach etwas über drei Monaten) am Rande meines Leistungsvermögens agiere, bedeutet jede noch so kleine Steigung eine Herausforderung. Außerdem kann man im Stadion leichter nachrechnen, welche Entfernung man zurückgelegt hat.

Ansonsten läuft es sich auf Waldwegen natürlich wesentlich angenehmer als im Stadion, schon aufgrund der freundlichen, grünen Umgebung, die auch vor der Sommerhitze schützt. Konstanz kann sich glücklich schätzen, über dieses Laufparadies zu verfügen. Nur bei Sturm und herannahenden Gewittern heißt es, den Kopf einziehen vor herabfallenden Ästen.

Unsere Gruppe ist noch in kompletter Stärke zusammen. Inzwischen haben sich mehrere Leistungsklassen gebildet, die ein strammeres bis eher gemäßigtes Tempo vorlegen. Unserem Ziel, fit zu sein für den Konstanzer Altstadtlauf am 23. Oktober, kommen wir alle jedenfalls immer näher - in welchem Tempo auch immer.

Konstanz, den 09.08.2005

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